Home
Das bin ich
Magnified Healing
Kwan Yin
Blog
Therapiehund
Labrador Robin
Degus
Wohungsbusi
 Spiegelreflexcam
Naturfotografie
Tierfotografie
Tierpark Langenberg
Asia
Jahr des Hasen
Museum Rietberg ZH
Interessante Links
Kontakt
Gästebuch
   
 


Die Fähigkeiten von einem Therapiehunde- Team sind.

Für Menschen die psychisch leiden, ist der Hund ein wundervoller Tröster, der die Menschen nimmt wie sie sind. Das Eis kann für den Hundehalter besser gebrochen werden, wenn ein 4 beiniger Begleiter anwesend ist.

Für Menschen die in der Motorik eingeschränkt sind, können wieder lernen durch den Hund wie man seine eingeschränkten Hände sanft über ihn fährt, um ihn zu streicheln. Auch ist es für viele Menschen eine freudvolle Therapiestunde wenn ein Hund anwesend ist, die Motivation kann viel grösser sein wenn man das weiche Hundefell berührt und streichelt.

Bei Gedächtnisverlust wie z.B. Alzheimer kann man mit einem Hund viel bewirken. Durch den Hund kommen wieder Erinnerungen hoch. Beim mit helfen von Kunststücken erlernen müssen sich die Patienten wieder lernen sich zu erinnern und kommen einen Moment in die Gegenwart zurück.   Für Kinder ist ein Therapiehund da um Ängste abzubauen und auch um Kinder den Umgang mit Hunden wie Rücksichtnahme auf ein Lebewesen das Selbstbewusstsein zu stärken.

 Einmal pro Woche gehe ich am Mittwochnachmittag für ca. 1 ½ Stunden mit meinem Hund Robin ins Alterswohnheim. Dabei gibt es einen wechselnden Turnus. In den geraden Wochen besuchen wir die Bewohner der Einzelzimmer. Diese Pensionäre leiden oft an Depressionen und möchten sich nicht mehr ausserhalb ihrer Zimmer aufhalten. Für sie ist unser Besuch eine wichtige und willkommene Abwechslung. Es ist immer wieder bewegend, wie die Begegnung mit Robin, diese Menschen für kurze Momente aus ihrer trübsinnigen Stimmung befreien kann.   In den ungeraden Wochen widmen wir uns den aktiven Bewohnern wie zum Beispiel der Strickgruppe. Wir besuchen auch den Aufenthaltsraum der Pflegebedürftigen und je nach Situation noch ein Zimmer eines Bewohners, dessen Verfassung sehr schlecht ist.   Immer wieder versetzt es mich in Staunen, mit wie viel Geduld Robin all die Streicheleien, Liebkosungen und die unterschiedlichen Berührungen über sich ergehen lässt.      


Eindrückliche Erlebnisse von unseren Einsätzen im Altersheim     

Bei Frau Müller war es Liebe auf den ersten Blick zwischen Robin und ihr. Jeden Mittwochnachmittag wartet sie schon sehnsüchtig in ihrem Zimmer auf unseren Besuch. Die Hundkekse für Robin sind immer griffbereit. Frau Müller lebt sehr zurückgezogen und verbringt die Tage meistens alleine in ihrem Zimmer. Kaum sind Robin und ich bei ihr, blüht sie richtig auf. Wir lachen viel zusammen und Robin wird nach Strich und Faden verwöhnt. Geduldig lässt er Frau Müllers Umarmungen und Liebkosungen über sich ergehen. Dafür bekommt er dann auch immer eine extra Portion von Frau Erzingers Leckerlis.

Beim Ehepaar Huber,als Frau Huber noch lebte, bewohnte das Ehepaar ein Doppelzimmer. Vor ihrem Umzug ins Altersheim hatten sie einen Deutscher Schäferhund. Dyk spielte eine zentrale Rolle im Leben der Hubers. Stundenlange Spatziergänge zu dritt gehörten zur Tagesordnung. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass Dyk das Hauptgesprächsthema bei unseren Besuchen war. Ausführlich schwelgten sie in den Erinnerungen an ihre Spaziergänge um den Zugersee. Obwohl Frau Huber durch ihre Krankheit sehr geschwächt und auf den Rollstuhl angewiesen war, liess sie keinen Mittwochnachmittagsbesuch von Robin und mir aus. Wie bei Frau Müller wurden wir auch von ihr sehnsüchtig erwartet. Bei Frau Huber kam Robin immer an erster Stelle. Robin begrüsste sie immer zuerst und sass vor ihrem Rollstuhl oder legte sich vor ihre Füsse. Er muss wohl gespürt haben, dass Herr Huber Mühe hatte, ihn zu akzeptieren. Robin war halt kein Schäferhund wie Dyk. So musste ich Robin immer zusätzlich motivieren, auch Herrn Huber zu begrüssen.Umso überraschter war ich eines Tages, als Robin anlässlich unseres Besuches, direkt auf Herrn Huber zusteuerte, ihn begrüsste und sich neben ihn hinsetzte. Ich fragte Herrn Huber, wie es ihm gehe und da erzählte er mir, dass seine Frau ins Spital gebracht wurde. Obwohl Herr Huber sehr unter der Situation seiner im Rollstuhl sitzenden Frau litt, vermisste er sie schmerzlich. Als Frau Huber dann zwei Wochen später starb, verschlechterte sich der psychische Zustand von Herrn Huber noch mehr. Umso schöner ist es, dass Robin und er sich richtig miteinander angefreundet haben. Robins Besuch und Begrüssung können jeweils sogar ein kleines, zufriedenes Lächeln auf Herrn Hubers Gesicht zaubern.  

 Schon seit zwei Jahren wohnt Frau Iseli im Altersheim. Der Umzug in die neue Umgebung macht ihr immer noch zu schaffen. Bevor sie umzog hatte sie mehrere Hunde. Sie vermisst ihre Vierbeiner sehr, die sie so viele Jahre lang begleitet haben. Durch den Verlust ihrer Tiere, verlor sie auch ein grosses Stück Lebensfreude. Sie wurde depressiv. Man trifft sie nur noch in ihrem Zimmer an, dass sie auch nur noch zu den einzelnen Mahlzeiten verlässt. Vom Pflegepersonal wird Frau Iseli als unzufriedene und schwierige Person beschrieben. Robin und ich hatten das grosse Glück, die andere, fröhliche und zufriedene Frau Iseli kennen zu lernen. Wir werden jeden Mittwoch freudig erwarten. Die Spezialleckerlis für Robin, Hunde-Schoko-Drops liegen bereit. Das waren auch die Lieblingsgoodies von Frau Iselis’ Hunden. Bei meinem letzten Besuch erteilte sie mir den Auftrag, unbedingt welche für sie zu besorgen. Die Suche war nicht ganz einfach aber zur grossen Freude von Frau Iseli, wurde ich fündig. Wenn sie von früher erzählt von ihrer Familie, ihren geliebten Hunden und anderen Erlebnisse, leuchten ihre Augen und sie lächelt immer wieder. Diese Erfahrung zeigt mir einmal mehr, dass ein Hund so etwas wie eine „Eisbrecherfunktion“ hat. Er nimmt die Menschen wie sie sind und macht keine Unterschiede ob ein Mensch als schwierig oder unkompliziert und fröhlich gilt.  

Die Kommunikation mit Frau Kägi ist nicht ganz einfach. Sie hört sehr schlecht und auch sprechen kann sie kaum noch. Wir verständigen uns deshalb nur mit Hilfe unserer Körpersprache. Da auch ihre Mobilität stark eingeschränkt ist, sitzt immer auf ihrem Bett und klopft auf den Bettrand um an zu deuten, dass Robin sich neben sie legen soll. Meistens kann ich nicht schnell genug das Tuch auf dem Bett ausbreiten, auf das Robin sich dann hinlegen darf. Kaum ist er dann bei ihr, wird er innigst umarm, gedrückt, gestreichelt und mit ihm gekuschelt. Frau Kägi strahlt dann immer übers ganze Gesicht und ist überglücklich. Man spürt, dass Robin ihr die Zärtlichkeit und Wärme geben kann, die sie sonst nicht mehr bekommen kann aber so sehr braucht. Der Einsatz bei Frau Kägi dauert, sehr zu ihrem Bedauern, nie länger als fünf bis zehn Minuten. Für Robin wäre es viel zu anstrengend, länger auf dem Bett liegen zu müssen und diese intensiven Liebkosungen über sich ergehen zu lassen.

Voll freudiger Erwartung sitzen die Alterheimbewohnerinnen und –bewohner jeden Mittwochnachmittag gemütlich beisammen und erwarten uns. Jeder will Robin zuerst begrüssen und streicheln. Ganz brav und folgsam gibt er sein Pfötchen. Das hat sich so wie eine Art Begrüssungsritual mittlerweile eingebürgert. Ganz zu Beginn unserer wöchentlichen Besuche gab es natürlich auch Seniorinnen und Senioren die Angst vor Robin hatten und ganz und gar nicht darauf erpicht waren, ihn an zufassen oder seine dargebotene Pfote zu nehmen. Mit der Zeit lernten sie aber, dass von Robin keine Bedrohung ausging, dass er ein ganz ruhiger und liebevoller Zeitgenosse ist und legten ihre Scheu ab. Zaghafte erste Kontakte mit vorsichtigem Streicheln fanden statt.   Besonders freut mich jeweils die Reaktion einer Frau im Rollstuhl. Sie leidet an Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium. Robin setzt sich dann neben ihren Rollstuhl und leckt vorsichtig ihre Hand. Diese Berührung holt die Frau für einen kurzen Moment in die Gegenwart zurück und sie dankt es Robin mit einem kurzen, glücklichen Lächeln. All die geschilderten und ähnliche Erlebnisse erfüllen mich jedes Mal mit dem Gefühl, für diese Menschen etwas Gutes, etwas Besonderes oder eine Freude getan zu haben. Sie motivieren mich auch immer wieder so freue ich mich auf jeden weiteren Mittwochnachmittag, auch wenn diese mitunter sehr anstrengend sein können.


Die Ziele und Förderung der Kinder mit den Therapiehunden:

* Der Patient kann mitunter bei der Begegnung mit einem Hund soziale Kontakte aufbauen und Gefühle ausdrücken.
* Die Verbalkommunikation kann verbessert werden (bei Sprachstörungen, Gehörlosigkeit, Sprachbarrieren).
* Die sozialen Fähigkeiten steigen deutlich an (Poresky und Goodman (1989)).
* Die Bereitschaft zunächst mit dem Tier und nachfolgend mit anwesenden Menschen zu interagieren nimmt spürbar zu (Poresky und Goodman (1989)).
* Dialogaufbau über Blickkontakt entwickelt sich.
* Entwicklung von gestischen Zeichen, Lächeln, anderen Ausdrücken von Gefühlsinhalten, Laute und sogar verbale Sprachausdrücke.
* Die Hunde vermitteln ihnen Geborgenheit und Halt.
* Entwicklung / Aufbau von körperlicher Nähe aushalten, nach gewisser Zeit Suche nach direktem Körperkontakt mit dem angenehm weichen Fell.
* Das Spiel und die Kognition werden gefördert.



* Der ausgebildete Therapiehund kann als Mittler / Medium verwendet werden, da Hunde oft Wege der Verständigung mit einer Person finden, die uns Menschen verborgen bleibt.
* Kognition: Handlungsplanung, Sprache, Spiel
* Selbstvertrauen,
* Verbalkommunikation,
* Soziale Kontakte , Gefühle ausdrücken, Nähe zulassen,
* Interaktion steigern, Dialogaufbau über Blickkontakt,
* Hunde fördern die Beziehungsgestaltung,
* Hunde fördern die wachsende Empfindsamkeit,
* Freude an taktiler Stimulation durch den Hund,
* Freude an gemeinsamer Interaktion.

Dieser Junge hatte am Beginn unserer Therapie eine solche Angst vor Robin, kaum bewegte er sich, rannte er weg oder versteckte sich hinter uns.
Wir mussten wirklich sehr langsam und geschickt vorgehen, in dem wir mit einer Hundebrürste versuchten den ersten Kontakt zwischen den beiden aufzubauen. Wenn der Junge Robin mit der Bürste berührt ist dies schon mal mal ein sehr entschiedener Schritt für den Angstabbau, er berührt zwar Robin nicht direkt aber ist schon mal näher an ihm.
So ging es Schritt für Schritt bis wir den Striegel weglassen konnten.
Interesannt zu beobachten war auch, wie sich der Knabe zwar immer näher an Robin heran wagte, aber innerlich einen grossen Kampf mit sich hatte, für das Laien Auge sah es so aus, als ob er zuckte, als die Hand fast bei Robin zwar zog er sie sehr schnell zurück.

Als weitere Schritten folgen, mit Robin spielen, sei es mit einem Ball. Für die ganz Mutigen sogar, den Ball direkt aus Robins Maul zu nehmen oder auch, ein Suchspiel mit dem Hund und als Krönung mit Robin an der Leine zu laufen.

Wenn man mit den Kindern zusammen arbeitet kann man von Stunde zu Stunde erleben wie schnell sie Fortschritte machen und Robin in ihr Herz schliessen, kaum stelle ich den Rucksack ab stürmen sie schon auf uns zu, am liebsten Spielen sie mit dem Ball oder geben Robin was zu fressen, ist doch klar, ist da Robin immer voller Begeisterung dabei.


Obwohl, die Kinder auch mal laut oder unsanft sein können, zeigt Robin eine engelshafte Geduld, ruhig bleibt er bei ihnen bis sie sich beruhigt haben, stupst auch mal mit der Nase wenn sie zu Grob sind.